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Nahwärme - Betreibermodelle

Veröffentlicht am Freitag, 25. Oktober 2019
Kommt es nach einer Nahwärmekonzeption zu einer Realisierung des Wärmenetzes muss zuerst festgelegt werden wer diese Infrastruktur baut und zukünftig auch betreibt und die Hauseigentümer mit Wärme versorgt. Im Grunde gibt es drei Modelle die nachfolgend kurz vorgestellt werden:
  1. Kommunales Eigentumsmodell

Beim Eigentumsmodell ist die Kommune Investor und Betreiber der kompletten Wärmeversorgungsinfrasturktur. Das heißt sie baut auf eigene Rechnung das Versorgungsnetz sowie die Wärmeerzeugungsanlagen und ist Vertragspartner für die zukünftigen Wärmeabnehmer. Die Nähe zu den Bürgern, die günstigen Finanzierungskonditionen bei Banken sowie die niedrigen Gewinnabsichten, sind drei wesentliche Vorteile dieser Variante. Als Herausforderung stehen jedoch der zusätzliche Verwaltungsaufwand, das Investitions- und das Betreiberrisiko im Fokus. Es stellt sich hierbei die grundsätzliche Frage ob die Wärmeversorgung eine Grundaufgabe einer Kommune ist oder ob dies nicht von Betrieben der freien Wirtschaft übernommen werden sollte. Beispiele kommunaler Wärmenetze gibt es jedoch einige, Aspach und Sulzfeld sind nur zwei Vertreter dieses Modells.

  1. Pachtmodell

Beim Pachtmodell übernimmt die Kommune die Investition des Wärmenetzes (und ggf. der Heizungsanlage), betreibt dies aber nicht selbst sondern verpachtet es an eine Energieversorgungsgesellschaft, welche sich um die Wärmeversorgung und somit um die technische und organisatorische Betriebsführung kümmert. Die finanziellen Vorteile des kommunalen Eigentummodells kommen hiermit ebenfalls zu tragen. Da das Netz von Experten betrieben wird, können Betreiberrisiken aus Sicht der Kommune ausgelagert werden und es bedarf kein Aufbau weiterer Personalstellen in der Kommunalverwaltung. Dem gegenüber steht jedoch die geringere Kontrolle und damit Wirkmöglichkeit seitens der Kommune. In der Praxis kleinerer und mittlerer Wärmenetze ist dies oft das am häufigsten anzutreffende Betreibermodell. Beispiele hierfür sind die Gemeinde Freudental und Östringen.

  1. Drittinvestorenmodell

Beim Aufbau einer Nahwärmeversorgung über das Drittinvestorenmodell wird der gesamte Bau und damit auch die Investition sowie der Betrieb an eine Energieversorgungsgesellschaft ausgelagert. Damit entsteht für die Kommune weder ein Verwaltungsaufwand noch müssen finanzielle Mittel für den Bau der Anlage aufgebracht werden. Die Bereitstellung eines „Komplettservice“ oder des „rund um sorglos Pakets“ steht hierbei im Fokus. Als Nachteile sind die geringen Kostenvorteile aufgrund der höheren Kapitalkosten und hohen Gewinnerwartungen zu nennen. Ebenso entfällt nach der Vergabe des Projektes weitestgehend die Kontrolle der Kommune und führt damit bei den BürgerInnen oft zu einer geringeren Akzeptanz. Allerdings ist es denkbar, dass mit der Gründung einer  Bürgerenergiegenossenschaft insbesondere der letzt genannte Aspekt aufgehoben wird. Wichtig zu erwähnen ist jedoch, dass für diese Variante Know-how bei den Genossen vorhanden oder extern zugekauft werden muss. Beispiele für das Drittinvestorenmodell finden sich in Bonndorf und Kämpfelbach.

 

Jede einzelne Betreibervariante bringt Vor- sowie Nachteile mit sich und muss für jedes Projekt einzeln geprüft werden. Dieser Aufgabe nimmt sich derzeit die Gemeindeverwaltung und der Gemeinderat zusammen mit Experten der Umwelt- und Energieagentur sowie der Ingenieurgesellschaft Schuler an. Im Zuge der diesjährigen Klausurtagung werden Zusammenhänge erläutert und Erfahrungen mit der Gemeinde Illsfeld ausgetauscht. Erste Ergebnisse werden Ihnen dann zum Informationsabend am 27.11.2019 in der Sport- und Festhalle der Gemeinde Ispringen vorgestellt.

Sollten Sie Fragen rund um das Thema Nahwärme haben, steht Ihnen Herr Holdschick 0721/936 99 720) von der Umwelt- und Energieagentur gerne zur Verfügung.