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Wärmenetze als Teil der Energiewende

Veröffentlicht am Dienstag, 1. Oktober 2019

Netzausbau, Windräder, Solaranlagen: Wenn es in der Öffentlichkeit um die Energiewende geht, kreisen die Diskussionen meist um diese Themen. Wärmeerzeugung und Wärmeverbrauch werden dabei oft vergessen – dabei macht dieser Bereich rund 50 % unseres Endenergieverbrauchs aus. Eine echte Energiewende kann deshalb nur gelingen, wenn wir Wärme klimafreundlicher erzeugen und effizienter einsetzen

Eine klimafreundliche Wärmeerzeugung kann auf verschiedene Weise erfolgen: Pelletanlagen anstatt Ölheizungen, Solarthermie auf Dächern zur Warmwasser- und Heizungsunterstützung oder Wärmepumpen in Gebäuden mit Niedertemperaturheizungen sind nur ein paar von vielen Möglichkeiten. Fakt ist jedoch, dass über 90 % aller Haushalte heutzutage mit Einzelheizungen versorgt werden und davon rund die Hälfte nicht mehr dem technischen Stand entsprechen. Um die Energiewende erfolgreich zu gestalten, müssen neue Wege bei der Wärmeversorgung beschritten werden. Weg von der Einzelheizung, hin zur zentralen Wärmeversorgung im Quartier ist die zukunftsweisende, effiziente Strategie der Zukunft.

Diesem Ansatz folgt die Wärmeversorgung in Form eines Wärmenetzes. Die Wärme wird in Form von heißem Wasser von einer Heizzentrale aus erzeugt, durch ein gut gedämmtes Rohrleitungsnetz zu den Häusern gebracht und jedem angeschlossenen Gebäude bei Bedarf zur Verfügung gestellt. Die zentralen Erzeugungsanlagen sind so auf einander abgestimmt, dass sie die Wärme kosteneffizient und möglichst CO2-arm bereitstellen.

Als Energieversorgungstechnik für Wärmenetze können verschiedene Möglichkeiten zum Einsatz kommen:

  • Blockheizkraftwerk (BHKW) – dieses Aggregat erzeugt Strom und versorgt gleichzeitig das Gebiet über die drei kälteren Jahreszeiten mit Wärme
  • Biomasse – als Brennstoff werden beispielsweise Holz oder Holzhackschnitzel eingesetzt
  • Großwärmepumpe in Kombination mit Photovoltaik – liefert Wärme für die Sommergrundlast zu 100 % aus der Sonne
  • Gaskessel – diese Anlage leistet zu Spitzenlasten, also zu Zeiten mit sehr niederen Außentemperaturen, die Versorgungssicherheit und kann auch temporär als Ersatz für die anderen Erzeuger einspringen

Auch gewerbliche Abwärme, Sonnenenergie oder Geothermie lassen sich integrieren. Ob Abwärme aus Ispringer Betrieben genutzt werden kann wird derzeit noch untersucht. Es ist auch möglich verschiedene Erzeugungstechniken zu kombinieren und in Einsatz zu bringen. Wärmenetze sind deshalb besonders flexibel und leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Diese Art der Wärmeversorgung ist vor allem für Gebiete mit einer hohen Wärmeabnahme bzw. –dichte geeignet. Die Wärmedichte ist insbesondere von Großabnehmern (z.B. Schulgebäude) oder einer dichten Bebauung abhängig. Da diese Parameter im „Quartier Ispringen Süd“ gegeben sind, ist die Basis für eine Versorgung über ein Wärmenetz gelegt und soll jetzt weiter vorangetrieben werden.

Sollten Sie Fragen rund um das Thema Nahwärme haben, steht Ihnen Herr Holdschick 0721/936 99 720) von der Umwelt- und Energieagentur gerne zur Verfügung.